Von Emilia Kraus
Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Kulturwissenschaftliche Werkstatt“ haben wir, die Teilnehmenden des Seminars, uns im Sommersemester 2025 mit dem Thema Turning Points seit den 1980er-Jahren und ihren materiellen Symbolen beschäftigt.
Dazu haben wir in einem Workshop Objekte ausgewählt, die für uns eine biographische beziehungsweise familiäre Bedeutung haben und mit einem für uns relevanten Turning Point in Verbindung stehen. Gemeinsam mit Kolleginnen des Volkskundemuseums Wien ordneten wir diese Objekte übergeordneten Cluster-Gruppen zu. Im Zuge dieses spannenden Workshops haben wir die Objekte gemeinsam diskutiert und in vier Rubriken kategorisiert, die in der Ausstellung farblich und durch einen Bereichstext sichtbar sind: Digitale Transformation, Soziale Beziehungen, Konsum und Identität. Die Aufgabe, vor Ort eine imaginäre Ausstellung zu gestalten, machte uns so viel Spaß, dass wir uns infolgedessen gemeinsam mit unserer Professorin Brigitta Schmidt-Lauber dazu entschlossen haben, eine reale Ausstellung für die Institutsvitrine im 2. Stock mit dem Titel Point(s) of no return zu konzipieren.
Die Ausstellung lädt dazu ein, die verborgenen Geschichten alltäglicher Gegenstände, die mit persönlichen und gleichzeitig gesellschaftspolitischen Wendepunkten verknüpft sind, zu entdecken. Technische Geräte, wie beispielsweise das Mobiltelefon, die unsere Kommunikation revolutionierten, oder einfache Alltagsgegenstände wie eine Atemschutzmaske und Desinfektionsmittel, die in Krisenzeiten unerwartet zu Symbolen gemeinsamer Erfahrungen wurden und dadurch tiefe emotionale Bedeutung erlangten.
Jedes dieser Ausstellungsobjekte erzählt eine Geschichte, die individuelle Schicksale und Erfahrungen mit kollektiven Turning Points der Vergangenheit verbindet.

Die Ausstellung wurde am 18.6.2025 im Rahmen einer kleinen Vernissage am Institut für Europäische Ethnologie in der Hanuschgasse 3 eröffnet. Sie kann im zweiten Stock des Instituts besichtigt werden.
